Dienstag, 17. Mai 2016 – Mutter und Kind

Morgens mit Freude um sechs aufgestanden, um Frühstück zu machen – es ist so schön, mein Kind bei mir zu haben. Sie hat heute und morgen direkt einen Job und muss daher früh raus. Dabei denke ich an meinen Hon´, der mich sonst weckt und mir morgens einen Kaffee kocht und mir an manchen Tagen auch Frühstück macht – da sind die Rollen vertauscht.

Nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Car2go zur Arbeit – budgettechnisch ein Schnitzer, da ich dafür gar kein Geld vorgesehen habe, allerdings regnete es reichlich und fieslich und ich hatte überhaupt keine Lust, da mit dem Fahrrad zu fahren. Zudem wollte noch in der Bücherei vorbei, um das bestellte Buch „Die Hormonrevolution“ von Michael Platt abzuholen und hatte noch einen Termin nach der Arbeit.

Bei der Arbeit rege ich mich schon wieder auf..  ich wünsche mir mehr Geduld und einen Filter, der Peaks von negativen und sarkastisch-sabotierenenden Kommentaren ausfiltert. Tatsächlich möchte ich nicht in solch schwieriger Gesellschaft sein. Daher reift der Wunsch in mir, den aktuellen Arbeitsauftrag abzulehnen – erstmals in meiner persönlichen Arbeitshistorie. Als Befehlsempfängerin geht das natürlich nicht wirklich, aber ich versuche es.

Als ich Nachhause komme, freue ich mich über eine aufgeräumte Küche, im Moment ohne funktionsfähige Spülmaschine eine wirkliche Freude!

Mit der Mutter telefoniert, die ihren ersten Behandlungstag mit Chemo und Bestrahlung hatte. Soweit hat sie alles ganz gut überstanden, hoffentlich bleibt es so gut erträglich für sie. Am Morgen habe ich schon an sie gedacht – und am Tag immer wieder. Wie gut ihre Stimme am Abend zu hören. Auch an meine Tochter denke ich über Tag immer wieder und wünsche ihr in Gedanken, dass sie gut zurecht kommen möge. Sie ist ab Abend mit Freundinnen verabredet,  wie sehen uns zum Ins-Bett-Gehen wieder.

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