Samstag, 21. Mai 2016 – Cirk la Putyka: zeitgenössischer Cirkus

Das erste Wochenende in 2016 mit „richtigem“ Sommerwetter. Einen wunderbar entspannten Samstag habe ich mit meinen Liebsten verbracht und schöne Erlebnisse reihten sich unaufgeregt aneinander.. unterbrochen allerdings von ziemlich cooler Aufregung am Samstag Abend, wo ich gepfiffen und gejubelt habe und sehr begeistert war von einem zeitgenössischen Circus aus Prag, der zur Zeit länger in Berlin auftritt: Cirk La Putyka im Theater „Chamäleon Berlin“.  Auf den Vorschlag des Liebsten reagierte ich zunächst proaktiv gelangweilt – „och nöö.. Akrobatik, Varieté? Nicht so mein Fall.“. Zum Glück hat niemand darauf gehört, und so machten wir, eine liebe Freundin, Hon‘ und ich, uns nach einem opulenten Mahl im Garten, bei dem auch noch das Kind anwesend war, auf zu den Hackeschen Höfen in das Theater Chamäleon. Foto:  © Raimond Spekking via Wikimedia Commons CC-BY-SA 4.0

Und dann hat es mich doch bekommen – diese Musik, diese Trikots, diese Körper! Was für Bildwelten diese Künstler erschaffen haben und mit welcher Detail-Liebe die lebendigen Bühnenbilder gestaltet wurden, hat mir sehr gefallen. Es war visuell und musikalisch ganz fantastische künstlerische Unterhaltung und hat uns mal kurz abheben und mit den Tänzern durch den Raum fliegen lassen. Für so musikalische Spezies wie den Hon‘ und mich ein großer Spaß und eine feine Sache.

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Pfingstwochenende 14.-16. Mai 2016

IMG_20160515_115036704_HDRDie Zeit zum Fensterputzen

An dem diesjährigen langen Pfingstwochenende habe ich mich vor allem von der Arbeit erholt.  Der Hon´ hat mich, für den LPIC 1 lernend, mit seiner Anwesenheit erfreut. Ich entschied mich individuell dazu, ihm in Abständen Pflanzen zum Essen zu kredenzen, ihn entgegen aller vorab-Versprechen doch ab und zu vom Lernen abzuhalten („Hab´ich Dir schon erzählt…“) und schließlich die Fenster zu putzen.

Es fiel mir nicht leicht, mich für für Artikel/Seiten zu entscheiden, es ist immer eine Krux mit der Zeit, wenn da noch so viel interessantes drin steht. Passend zum Anlass (Pfingstfest = gefeiert wird die Aussendung des heiligen Geistes und die Gründung der Kirche) entschied ich mich für die abgebildeten Seiten.

Gemeinschaftliches Laptoppen. Welch Glück!

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Nicht in der Kirche gewesen, dafür vom Hon‘ ein schönes Frühstück gemacht bekommen, mit der Mutter telefoniert, mit einigen Freunden/Bekannten sozialgenetzwerkt und ansonsten fröhlich gefaulenzt.

Das Kind reist am Sonntag-Abend aus Großbritannien zum Wohnung-Scouten an, bevor es Anfang Juni endgültig vom Auslandsjahr zurückkehrt.

Montag

Wir gehen spazieren und freuen uns, uns mal wieder von Angesicht zu Angesicht unterhalten zu können.  Als Festtags-Essen gibt es Beelitzer Spargel ohne Sauce Hollandaise – einfach mit Butter. Ist der Schinken nicht schön gerollt?

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fotografiert: L.

Am Abend sind wir mit Freunden zum Besuch der Neuköllner Maientage (Jahrmarkt / Kirmes / Rummel in Berlin) verabredet. img-20160511-wa0005.jpgEs wird mit der „Wilden Maus“ und einem weiteren Fahrgeschäft „Magic“ gefahren, danach gehen wir über das Tempelhofer Flugfeld nach Hause.img-20160516-wa0004.jpgBlick in den Sonnenuntergang vom Tempelhofer Feld (fotografiert: L.)

Nochwas neu entdeckt in Berlin Neukölln

COCO Liebe

In Neukölln unterwegs, wollten wir eigentlich nur etwas spazieren gehen, durch das Böhmische Dorf, den Comenius Garten und durch die Straßen laufen. Schwupps, da gibt’s schon wieder x Cafés, die ich noch nie gesehen habe. Es war etwas kalt und regnerisch, so beschlossen wir, eines auszutesten. Das erste anvisierte Geschäft in der Richardstraße entpuppte sich als italienisches kleines Deli und meine Bekannte beeindruckte mich mit fließendem Italienisch. Nun, es war zwar nicht das, was wir wollten, aber hübsch da und jetzt weiß ich, wo ich Fenchel-Salami kaufen kann. Der Name des kleinen Italieners ist „Kleiner Italiener„. Zumindest bei Google.

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n_P1090283_0Gegenüber des rückwärtigen Ausgangs des Passage-Kinos liegt das COCO Liebe. Der farbenprächtige Eingang bekam unsere Aufmerksamkeit und netterweise waren an den Aussenwänden mehrere große Tafeln angebracht, auf denen das Getränkeangebot zu lesen war. Drinnen war es voll, ein gutes Zeichen. Also rein da.

Wir  haben nur etwas getrunken, daher kein vorschnelles Lob für die Speisen, aber es sah so gut aus, was da an uns vorbei getragen wurde! Die Kuchenbäckerin war zu der Zeit aktiv und auch die Kuchen sahen ziemlich klasse aus. Ich möchte da gerne wieder hingehen..

Zu essen gibt es Ausgewähltes aus den Sparten Frühstück, Pizza, Hauptspeisen, Kuchen, darunter werden auch Menschen fündig, die glutenfrei, vegetarisches oder veganes zur Auswahl haben möchten.  Und es gibt dort Shakshuka.

 

COCO Liebe
Richardstr. 107
12043 Berlin

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11:00 – 23:00 Uhr, Sa 10-24:00 Uhr

Neu entdeckt in Berlin Neukölln

Bio-Oase 44

In Berlin Neukölln herumstromern kann auch Freude bereiten.

In der Umgebung der mittleren Karl-Marx-Straße tut sich wieder einiges,  und der  Umbau der Straße ist in vollem Gange. Dadurch war ich auf einem Teil gezwungen, mein Rad zu schieben und so endeckte ich in ungefährer Höhe des Karl-Marx-Platzes einen Bioladen der mich sehr anspricht: bioase44.de. Die 44 steht für eine alte Bezeichnung des Bezirks, 1000 Berlin 44. In einer Umgebung, wo es sonst eher nur das billigste des billigsten sein durfte, gibt es also inzwischen mehrere Bio-Läden oder Naturkost-Läden. Ich bin an der Bio-Oase 44 tatsächlich lange vorbei gefahren, doch nun war ich bereits mehrmals dort, weil es so angenehm dort ist – sehr freundliche und aufgeräumte, klare Atmosphäre.

2016-03-12 14.17.15 (2).jpgIn dem kleinen Café können mittags Suppen oder Salate verzehrt werden, leckere Heißgetränken verzehrt oder, na klar, sonstiges Erworbenes. Wobei wir bei einem Kernstück wären: die Auswahl der angebotenen Backwerke ist großartig. Nicht in der absoluten Menge, sondern in der Vielfalt. Aus mehreren guten und lokalen Bäckereien wie dem Mehlwurm, Beumer & Lutum und weiteren (deren Namen mir gerade nicht einfallen) werden Brote, sowie süße und salzige Gebäcke angeboten. Das ist bemerkenswert, überdies in Neukölln, wo „richtige“ Backwaren rar sind.

Hier saß ich also vor kurzem in bester Gesellschaft und habe das Treiben der Karl-Marx-Straße beobachtet.

Tipp: der grüne Matcha-Latte, hier mit der Selfie-Kamera des Telefons (andere Seite ist kaputt) festgehalten.

Bio-Oase 44
Karl-Marx-Straße 162
12043 Berlin

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 – 19:00 Uhr, Sa 9:00 – 16:00 Uhr

Kw 9 2016 – Lifehacks und Stadt-Spaziergang

Mit anderen Menschen

108_0843 (2).JPGEntspannter Tee-Abend mit Freundin, dabei bewunderte ich ihre Vorrichtung zur Handcreme-Entnahme, dort, wo man sie braucht, in der Küche neben der Spüle. Sie isst im Moment gerne eine Margarita-Pizza, mit viel dazu gebratenem Gemüse darauf. In diesem Fall Zucchini, Möhre und Frühlingszwiebeln. Also ein schneller vegetarischer Health-Hack einer TK-Pizza, befriedigt niedere Knabber-Gelüste, ist günstig, geht schnell und mit dem Gemüse ist es auch gesund. Ich find das ja fein, wenn ich am Alltag teilnehmen darf. Hat gut geschmeckt!

Dem Vorschlag aus  „Ein guter Plan“ gefolgt und lange nicht gesehene und gesprochene Menschen kontaktiert, einer meldete sich gleich von sich aus, nach dem ich den Vorschlag erst gelesen hatte so lobe ich mir das. Verschiedene Verabredungen für die kommende Woche getroffen und ein bisschen geschrieben.

Stadt-Spaziergang durch Berlin

Von Moabit nach Reinickendorf über Westhafen und Rehberge

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Blick auf den Zollspeicher, wenn man von der Beusselstraße kommt

Foto: von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Am Freitag waren Hon´und ich mit befreundeten Menschen zum Steak-Essen verabredet. Dazu holte ich Hon´von seiner Arbeit ab und wir sportspazierten von der Turmstraße in Moabit über den Westhafen nach Reinickendorf.

moabit-reinickendorfSchöner Stadtspaziergang mit wirklich wun-der-barem Ausblick auf den Westhafen und die Behala (Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH) im Sonnenschein.

Am Westhafenkanal entlang sieht man den alten Zollspeicher. Toll für Begeisterte von Industrianlagen und alten Wirtschaftsbauten. Kurz dahinter biegen wir in den Volkspark Rehberge ein, der ein Landschaftsschutzgebiet ist und durchqueren es, bis wir mitten am belebten Kurt-Schumacher-Damm wieder in der City und am Restaurant sind. Dit is Berlin, wa.

Angeblich sollen wir dabei mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 11 km/h unterwegs gewesen sein, das kann ich nicht glauben. Immerhin konnten wir uns damit vor dem Essen die Beine auf knapp 6km vertreten und haben dabei nur 1:10 h:mm benötigt. Das ist tatsächlich ziemlich flott. Zum Steak sind wir eingeladen worden – uiui, schon wieder werde ich beschenkt, damit, und mit einen wirklich unterhaltsamen und netten Abend.

 

 

Sonntag, 7. Februar 2016 – Eat, pray, love

Lutherkirche, Dennewitzplatz, Berlin-Schöneberg

Wenn man in Berlin mit der U2  fährt, fährt man bei der Bülowstraße recht nah an einer Kirche vorbei, an der eine große Plane hängt, die Sunday Services in english offeriert. Das habe ich häufig bestaunt und mir vorgenommen, da mal hinzufahren. Heute war es soweit.

Ich mag das Kirchengebäude der American Church in Berlin. Wie auf dem Foto zu sehen ist, fehlt ihr ein Turm. Eine Beschreibung des Kirchengebäudes findet sich im deutschen Wikipedia-Artikel zur Lutherkirche. Ausnehmend gut haben uns die vielen gefalteten Papier-Kraniche im Altarraum gefallen. Sie sind sind unsichtbar an einem großen Ast befestigt, der dort hängt und werden durch die großen schön gestalteten Fenster mit Licht beschienen. Sonst hängen in Kirchen im allgemeinen Kreuze an der Stelle.

Sehr sympathisch, zusammengewürfelt und gemeinschaftlich empfinde ich die Gemeinde. Ich werde ein weiteres Mal hinfahren, um den Gospel-Chor anzuhören.  Einen lesenswerten Artikel zu der Geschichte der Kirche, und der Gemeinde habe ich auf einem interessanten Blog „Potseblog – unterwegs an der Potsdamer Straße – Berlin“ entdeckt: American Church – vom preußischen Hurra-Patriotismus zur Multikulti-Kirchengemeinde.

Quelle des Fotos: aus Wikipedia, Lutherkirche Dennewitzplatz, Foto: Beek100,  frei verwendbar unter der Lizenz: CreativeCommons by-sa-2.0-de

Spaziergang 2,9 km: nach dem Gottesdienst machen wir einen Spaziergang durch den Park am Gleisdreieck nach Kreuzberg.

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Dort kehren wir in dem Café Freckles ein und trinken sehr leckere Heißgetränke und essen eine Kleinigkeit. Ich esse einen sehr schmackhaften Panino für 4€.

Alles, was es dort gibt, ist vegan. Aus Liebe zu den Tieren, was ich sehr respektabel und schön finde. Und alles was ich bis jetzt dort gegessen habe, war superlecker. Das ist letztlich ausschlaggebend für mich. Nun bin ich zwar „nicht mal“ vegetarisch lebend, trotzdem gehe ich da gerne hin. Darf ich auch, oder?

Was für mich hilfreich ist, ist die Kennzeichnung, die sie verwenden:
= vegan (ist alles. also automatisch auch vegetarisch, laktosefrei & eifrei)
= glutenfrei
= nussfrei

Gut, ne? Tipp: der Käsekuchen im frecklesheaven.com

Spaziergang 5,3 km: nach Hause.

P.s. Kassenklingeln bei Ebay und Shpock.

Samstag, 6. Februar 2016 – Ein gängiger Tag mit Tao-Yoga-Probestunde

  • 11:00 11:30 11:40 Uhr: Treffen am Alexanderplatz und erfolgreicher Erwerb eines neues Schals/Halstuchs für Hon‘.
  • 3,5 km Spaziergang vom Alexanderplatz nach Kreuzberg zum Clubtreffen, kleiner Imbiss.
  • 2,6 km Spaziergang von Kreuzberg nach Neukölln. Berlin zeigt sich von seiner besten Seite, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und voller Möwen, hier am Landwehrkanal.

 

Dann gehe ich zu einer Probestunde in ein ziemlich besonderes Yoga-Studio. Die Besonderheit wird mir in der Rückschau auf die 90-minütige Probe-Einzelstunde bewusst.

Was hat mich dort hingehen lassen? Zunächst mal die Empfehlung meiner Ärztin, die glaubt, dass mir der dortige Unterricht helfen könnte und die selber auch dorthin geht. Das finde ich ebenfalls ziemlich besonders, wenn ich so darüber nachdenke. Wo gibt es denn sowas? Welches Glück habe ich?

Die Website hat mich weiter ermutigt – hier wird intensive Einzel-Betreuung angeboten. Zum „Tao Yoga“, welches dort praktiziert wird, gehören viele Atem- und Meditationsübungen. Es geht nicht nur um den Körper, also um Sport, sondern auch um um das Zusammenspiel des Körpers mit dem Geist und der Seele und um Heilung. Das soweit ich es bisher verstanden habe – nach einer Probestunde.

Ja, wie war´s denn? Wirklich gut, das hat gut getan. Sehr entspannend. 90 Minuten individuelle Betreuung mit Fragen zur Motivation und Gesundheit zu Beginn. Atmen. Atmen tut ganz schön gut. Und ich bin unbeweglich geworden, ich hoffe das lässt sich wieder verbessern. Ich war richtiggehend überrascht von der Umsorgtheit, die ich dort fühlte – nach einem freundlichen Empfang, behutsamer Anleitung und ebensolcher Verabschiedung trug es mich wie auf einer liebevollen Wolke nach Hause.

Was ich als so besonders erlebte, ist die ruhige zugewandte Atmosphäre und dass da Menschen sind, die sich interessieren und mich als Menschen dort ernst nehmen. Das ist etwas sehr Besonderes und ich bin dankbar dafür. So etwas zu finden hätte ich mir nicht erhofft. Achja, der Boden ist warm (dank der Fußbodenheizung). (Hier stehen unsichtbare Ausrufezeichen, viele.)

So hoffe ich da jedenfalls Entspannung und innere Ruhe zu finden, mir damit etwas Gutes zu tun und habe mich angemeldet. Bei monatlicher Kündigungsfrist gehe ich damit keine Verpflichtung ein, die ich nicht möchte. Eine Verabredung, ein Service, ein Unterricht, den man wirklich gerne wahrnimmt, braucht so etwas auch nicht, denke ich. Diese selbstbewusste Freiheit hat mich bei Netflix auch schon überzeugt. Ich kann mir acht Wochen im Jahr „Urlaub nehmen“ und brauche dann auch nicht zahlen. Der Vertrag ist übrigens in Du-Form abgefasst.  ♥

Dienstag, 2. Februar – Am Lokdepot vorbei

Nachmittags führt der Weg mit dem Rad am Neubauprojekt „Am Lokdepot“ vorbei. Schon als ich das letzte Mal über die Brücke der Monumentenstraße gefahren bin, habe ich angehalten, weil ich die Häuser so schön finde. Richtig schön. Da würde ich glatt wohnen wollen. Die Lage finde ich 1a, leise und ruhig und doch zentral. Das benachbarte Schöneberg mag ich sehr gerne, das ist nicht so laut, nicht zu schön, nicht zu hässlich, da wohnen echte Menschen, da gibt es alte und junge Menschen und solche und solche und schöne Läden.

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Blick von der Brücke auf die Einenbahnschienen, ganz links kann man die roten Häuser sehen:

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Kurz danach fängt es an zu regnen an. Wenn es regnet, hab ich immer das Gefühl, dass die eh schon halbirren Berliner Autofahrer unberechenbar sind und bin froh, wenn ich Ihnen entgehen kann.  Das kann ich, als ich über das Tempelhofer Feld fahre. Es ist leer dort, ganz leer, das ist wirklich selten. Ich fühle mich herrlich wohl, wie ich durch den Regen über das Feld nach Hause fahre.