Vollwert-Rührkuchen mit Apfelmus

Ein ehrlicher und einfacher Nachmittagskuchen. Super zur Frühlingssonne.

Am Nachmittag beim Fertigen eines Pausen-Caro-Kaffee bekam ich plötzlich Lust, uns einen Kuchen zu backen. Aus dem was ich da hatte, Apfelmus, Mehl, Öl und Eier. Apfelmus, in den Teig gerührt, schmeckt man nicht explizit heraus, macht den aber Teig schön frisch und locker. Dabei wird der Kuchen leichter, als wenn man noch mehr Fett und Zucker verwendet. Dieser hier ist nicht so süß und hat noch den einen oder anderen Mineral- und/oder Ballaststoff durch das Vollkornmehl. Hoffe ich.

Zutaten

  • 135 g Öl, halb und halb Sonnenblume/Rapsöl (wahlweise zu ersetzen durch Kokosöl oder Butter)
  • 120 g brauner Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 4 Eier
  • 250 g Weizen-Vollkornmehl Type 1050
  • 150 g Dinkelmehl Type 630
  • 80g Stärke
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 kleines Glas Apfelmus (ca. 400-450 g), Glas mit etwas Milch „ausschütteln“, diese auch in den Teig geben,
  • Abrieb einer unbehandelten Orange
  • 1 Tl Zimt
  • ca. 100 g gehackte Mandeln – soviel wie man mag und da ist
  • 2 Handvoll Cranberries (getrocknet, Rosinen  oder andere Trockenfrüchte gingen auch) – soviel wie man mag und da ist! Wenn man die Cranberries vor her einweichen kann, werden sie noch saftiger.

Zubereitung

Ofen auf 170 Grad vorheizen. Gugelhupf oder Kastenform fetten und mehlen.

In der Reihenfolge wie aufgeschrieben zusammenrühren, dabei das Öl und den Zucker sich sehr gut verbinden lassen, Eier einzeln unterrühren. Mehle, Stärke und Backpulver vorher gut vermischen. Cranberries oder Rosinen nur noch per Hand untermischen, damit sie ganz bleiben. Ab in die vorbereitete Form und in den Ofen.

Backen

50 Minten bei 170 Grad backen, Stäbchenprobe, etwas auskühlen lassen vor dem freilassen, damit der Kuchen nicht kaputt geht.

Via

Auf der Grundlage folgender beiden Rezepte, die auch Euch als Inspiration dienen mögen:

Let´s shmek!

kuchen ganz

Nochwas neu entdeckt in Berlin Neukölln

COCO Liebe

In Neukölln unterwegs, wollten wir eigentlich nur etwas spazieren gehen, durch das Böhmische Dorf, den Comenius Garten und durch die Straßen laufen. Schwupps, da gibt’s schon wieder x Cafés, die ich noch nie gesehen habe. Es war etwas kalt und regnerisch, so beschlossen wir, eines auszutesten. Das erste anvisierte Geschäft in der Richardstraße entpuppte sich als italienisches kleines Deli und meine Bekannte beeindruckte mich mit fließendem Italienisch. Nun, es war zwar nicht das, was wir wollten, aber hübsch da und jetzt weiß ich, wo ich Fenchel-Salami kaufen kann. Der Name des kleinen Italieners ist „Kleiner Italiener„. Zumindest bei Google.

n_eingang_coco

n_P1090283_0Gegenüber des rückwärtigen Ausgangs des Passage-Kinos liegt das COCO Liebe. Der farbenprächtige Eingang bekam unsere Aufmerksamkeit und netterweise waren an den Aussenwänden mehrere große Tafeln angebracht, auf denen das Getränkeangebot zu lesen war. Drinnen war es voll, ein gutes Zeichen. Also rein da.

Wir  haben nur etwas getrunken, daher kein vorschnelles Lob für die Speisen, aber es sah so gut aus, was da an uns vorbei getragen wurde! Die Kuchenbäckerin war zu der Zeit aktiv und auch die Kuchen sahen ziemlich klasse aus. Ich möchte da gerne wieder hingehen..

Zu essen gibt es Ausgewähltes aus den Sparten Frühstück, Pizza, Hauptspeisen, Kuchen, darunter werden auch Menschen fündig, die glutenfrei, vegetarisches oder veganes zur Auswahl haben möchten.  Und es gibt dort Shakshuka.

 

COCO Liebe
Richardstr. 107
12043 Berlin

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11:00 – 23:00 Uhr, Sa 10-24:00 Uhr

Reis und Bohnen für die Finanzen

Auf der Suche nach weiterer Motivation, klüger mit meinen Finanzen umzugehen, bin ich auf Dave Ramsey (und everydollar.com) gestoßen. Seit Januar  benutze ich YNAB um mein Geld zu budgetieren, und das ist sehr interessant, überhaupt durch das tracken verändert sich mein Verhalten. Ich sehe überhaupt erst, was ich da tue.

Next step für mich ist, mich an ein Budget auch zu halten (!). Da noch einige große Ausgaben auf mich warten und ich eingesehen habe, dass das Geld nur vom Himmel fallen wird, wenn ich auch etwas dafür tue, bin ich wild entschlossen, an meinen Finanzen zu arbeiten. (Edit: nachdem ich fertig mich schreiben bin, hat just jemand das bei Ebay eingestellte Laptop gekauft, da sach´ noch einer was…)

Es kam mir also gerade recht, mich auf der Site von Dave Ramsey motivieren zu lassen, und wenn da empfohlen wird, Reis und Bohnen zu essen, dann mach ich das. Und dass da von Babysteps gesprochen wird, gefällt mir. Klare Aufgaben. Im Moment denke ich noch, dass ich das gar nicht hinbekomme, aber ich sag mal so: ich entwickele die Bereitschaft.

Seit Montag gibt es fast ausschließlich nur Essen, welches schon im Haus war. Schritt für Schritt wird verfuttert, was sich im Kühlschrank, im Tiefkühler und im Vorratschränkchen finden lässt. Ich bin überrascht, wie viel das ist – Kichererbsen, verschiedene Bohnen, Reis, Milchreis, Risottoreis, getrocknete Pilze, getrocknete Tomaten, aus dem Tiefkühler Blattspinat, Erbsen, selbstgekochte Suppe und Brühe, Brot, welches ich eingefroren hatte, bevor es wegen zu großér Menge schlecht werden konnte.

Wenn ich das so lese, bin ich sogar mehr als überrascht, denn da ist sogar noch mehr!

Nachdem es bereits Kichererbseneintopf gab, Milchreis und Brote, Apfelpfannkuchen, gibt es jetzt die Ramsey´schen Bohnen dran. Dazu habe ich die schwarzen Bohnen eingeweicht, um damit Gallo Pinto zuzubereiten, schwarze Bohnen mit Reis, ein südamerikanisches Gericht, was es in unterschiedlichen Variationen und Eskalationsgraden zu geben scheint – die Ergänzungen reichen über Kochbananen, Kokosraspeln, gelber und roter Paprika, frischem Koriandergrün, Chillies, Rührei, Toast und noch vieles mehr.

Bei gibt es eine sehr asketische einfache Variante, also lediglich Bohnen mit Zwiebeln und Knoblauch, Kreuzkümmel und Salz, dazu Reis.

Rezepte, die ich dazu gefunden habe:

 

Neu entdeckt in Berlin Neukölln

Bio-Oase 44

In Berlin Neukölln herumstromern kann auch Freude bereiten.

In der Umgebung der mittleren Karl-Marx-Straße tut sich wieder einiges,  und der  Umbau der Straße ist in vollem Gange. Dadurch war ich auf einem Teil gezwungen, mein Rad zu schieben und so endeckte ich in ungefährer Höhe des Karl-Marx-Platzes einen Bioladen der mich sehr anspricht: bioase44.de. Die 44 steht für eine alte Bezeichnung des Bezirks, 1000 Berlin 44. In einer Umgebung, wo es sonst eher nur das billigste des billigsten sein durfte, gibt es also inzwischen mehrere Bio-Läden oder Naturkost-Läden. Ich bin an der Bio-Oase 44 tatsächlich lange vorbei gefahren, doch nun war ich bereits mehrmals dort, weil es so angenehm dort ist – sehr freundliche und aufgeräumte, klare Atmosphäre.

2016-03-12 14.17.15 (2).jpgIn dem kleinen Café können mittags Suppen oder Salate verzehrt werden, leckere Heißgetränken verzehrt oder, na klar, sonstiges Erworbenes. Wobei wir bei einem Kernstück wären: die Auswahl der angebotenen Backwerke ist großartig. Nicht in der absoluten Menge, sondern in der Vielfalt. Aus mehreren guten und lokalen Bäckereien wie dem Mehlwurm, Beumer & Lutum und weiteren (deren Namen mir gerade nicht einfallen) werden Brote, sowie süße und salzige Gebäcke angeboten. Das ist bemerkenswert, überdies in Neukölln, wo „richtige“ Backwaren rar sind.

Hier saß ich also vor kurzem in bester Gesellschaft und habe das Treiben der Karl-Marx-Straße beobachtet.

Tipp: der grüne Matcha-Latte, hier mit der Selfie-Kamera des Telefons (andere Seite ist kaputt) festgehalten.

Bio-Oase 44
Karl-Marx-Straße 162
12043 Berlin

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 – 19:00 Uhr, Sa 9:00 – 16:00 Uhr

Get Ur Hair did Musik: I got life!

I got life!

urspünglich von Galt MacDermot für das Musical „Hair“ , dann von Nina Simone zusammen mit Ain’t got no zusammengeführt und 1968 auf dem Album „Nuff said“ veröffentlicht. Der zusammengeführte Song hat einen Wikipedia-Eintrag: Ain’t Got No, I Got Life

In dieser zusammengeführten Version von Patrice performt in 2010 auf dem Album „One (Deluxe)“.

Ich liebe diesen Song und auch gerade in der Version von Patrice. Ab und zu höre ich aber auch gerne die Originalversion aus dem Hair Musical, denn die macht mich immer wieder glücklich. Eigentlich am meisten. Dann freue ich mich mit daran, dass ich lebe.

Egal, was ist – egal, wie es mir geht, egal wo ich stehe – egal was ich habe – ich lebe! Ich für mich kann tatsächlich sagen – ich habe Augen, Ohren, Nase, meinen Mund, ich bin sogar frei:

I got life

Songtext (von I got life/ Hair)

I got life, mother
I got laughs, sister
I got freedom, brother

I got crazy ways, daughter
I got headaches and toothaches
And bad times too like you

I got my hair
I got my head
I got my brains
I got my ears
I got my eyes
I got my nose
I got my mouth
I got my teeth

I got my tongue
I got my chin
I got my neck
I got my tits
I got my heart
I got my soul
I got my back
I got my ass

I got my arms
I got my hands
I got my fingers
Got my legs
I got my feet
I got my toes
I got my liver
Got my blood

I got life, mother
I got laughs, sister
I got freedom, brother
I got good times, good times, man

I got crazy ways, daughter
I got million-dollar charm, cousin
I got headaches and toothaches
And bad times too like you

I got my hair
I got my hands
I got my brains
I got my ears
I got my eyes
I got my nose
My mouth
Well, I got my teeth

I got my tongue
I got my chin
I got my neck
I got my tits
I got my heart
I got my soul
My back
I got my ass

I got my arms
I got my hands
I got my fingers
Got my legs
I got my feet
I got my toes
I got my liver
Got my blood

I got my guts
(I got my guts)
I got my muscles
(I got my muscles)
I got life (Life), Life (Life), Life (Life), Life (Life), Life (Life), Life!

Osterpost mit Sauerkraut

Die Tage klingelt der Postmann bei mir und gibt ein Päckchen für mich ab.

Dieser Satz alleine enthält, wie er da so steht, mehrere erstaunliche Reminiszenzen, nicht?  1. „Der Postmann“, 2. er klingelt (!), 3. er klingelt bei mir und gibt etwas ab – das gibt es doch insgesamt nicht sehr häufig, 4. und schließlich „für mich“: als Empfänger bin ich eingetragen.

5.,  und das ist nicht aus dem Satz zu erkennen, hatte ich es nicht bestellt, sondern es handelte sich um eine Überraschung. Das hebt meine Laune enorm.

An der Handschrift erkenne ich gleich den Stiefpapa. Ich öffne das Päckchen, und obenauf liegt „Das unverzichtbare Sauerkraut für die Geldbörse“ ™Stiefpapa. Seht mich jubilieren! Ich freue mich sehr, denn damit ist sichergestellt, dass mir auch im Jahr 2016 niemals das Geld ausgehen wird, wenn ich das Päckchen in meinem Portmonee unterbringe. In dem Päckchen befindet sich etwas getrocknetes Sauerkraut (von dem, welches zum Jahreswechsel zubereitet wurde) , und ein Cent-Stück. Womit es sich also schon nicht mehr um Aberglauben handelt.

Was mich zudem sehr freut, ist die zuverlässige Produktion und Lieferung auch in diesem Jahr. Jedes Jahr macht mein Stiefpapa zu Jahreswechsel Sauerkraut, was tatsächlich, wenn man Sauerkraut mag, doch sinnvoll ist, weil es gesund und günstig ist. Und jedes Jahr wird dann etwas von diesem zubereiten Sauerkraut unter magischen Bedingungen abgezogen und getrocknet, und wenn es getrocknet ist, um ein Cent-Stück gewickelt und verpackt. Dann bekommt jeder ein solches Päckchen für die Geldbörse. Das Cent-Stück des vorigen Jahres packe ich natürlich aus, es sieht dann ziemlich oxidiert aus, und gebe es bei nächster Gelegenheit aus.

♥ Danke!

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Sauerkraut 2015 links – Sauerkraut 2016 rechts

(Das wurde aber auch Zeit, schau mal wie das alte Päckchen schon aussieht.)

Unter dem Umschlag verborgen, befinden sich noch weitere Schätze der Taunus-Produktionswelt. Die gestrickten und dann gefilzten Hausschuhe erfreuen mein Herz (und meine Füße) und zwar wirklich sehr, denn die letzten haben zwar lange gehalten, aber haben nun zuviele große Löcher. Die Freundin der Mutter hat diese im Auftrag gefertigt, erfahre ich. Oh wie wunderbar. Aber die werde erst Ostern angezogen. Großartig, so ein Osterpäckchen.

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Gedankenhund

Vergangenes

Mit der Freundin aus Köln telefoniert, wir haben uns entschlossen,  ein Jahr nach offizieller Abmeldung des gemeinsamen Gewerbes nun auch mal die letzten Geldfresser zu kündigen. So habe ich dann 3 Domains und einen Hosting-Account der alten Webschmiede gekündigt. Natürlich nicht, ohne nochmal ein bisschen in den alten Werken zu stöbern. Was ich noch nicht geschafft habe, ist, mich auch noch mit meinem eigenen Account zu beschäftigen. Den habe ich noch nicht gekündigt. Weiß der Geier, warum mich das so anfrisst, Vergangenes loszulassen. Bzw. ich suche vielleicht noch nach einem Weg, flüchtiges festzuhalten, hie und da noch Erinnerungen zu saven. Bevor sie ins das schwarze Nichts des Universums aufgehen. Als Teil von mir möchte ich sie nochmal ansehen können, nur ansehen.

Den letzten Satz habe ich beim Schreiben nicht darauf bezogen, aber nun fällt mir mit Schrecken auf, dass mir der Satz bekannt vorkommt. Das war der Satz, den mein Vater vor 39 Jahren zu dem Menschen sagte, der den zerstörten Körper meiner Großmutter in einer gekühlten Blechkiste bewachte.

Wenn die Gedanken in eine solche Richtung wandern, ruckel ich normalerweise schnell an der Leine meines Gedankenhundes und rufe „Pfui, aus!“. Ich will doch an das Schöne denken. Doch diese Woche fällt mir alles schwer, ich scheitere schon am Montag morgen los und das Scheitern, die Gedanken an Vergangenes und die Strenge mit mir selbst wollen mich die Woche nicht verlassen. Die Gedanken führen diese Woche ein Eigenleben wie ein Gedankenhund, der läuft halt in dieser Woche unkontrollierbar auch dorthin, wo es nicht schön ist, das interessiert ihn gerade sehr. Wie ein Hund auch einen alten Knochen ausbuddelt oder an was echt nicht leckerem schnüffelt. Das versteh´einer. Hoffentlich reicht´s dann auch bald mal wieder.

So, also mal wieder zurück ins hier und heute: jedenfalls wird wieder ein Teil olles und offenes Zeugs mit der Kündigung des einen Accounts aufgeräumt.

 

Foto: By Karl Thomas Moore (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons