Osterpost mit Sauerkraut

Die Tage klingelt der Postmann bei mir und gibt ein Päckchen für mich ab.

Dieser Satz alleine enthält, wie er da so steht, mehrere erstaunliche Reminiszenzen, nicht?  1. „Der Postmann“, 2. er klingelt (!), 3. er klingelt bei mir und gibt etwas ab – das gibt es doch insgesamt nicht sehr häufig, 4. und schließlich „für mich“: als Empfänger bin ich eingetragen.

5.,  und das ist nicht aus dem Satz zu erkennen, hatte ich es nicht bestellt, sondern es handelte sich um eine Überraschung. Das hebt meine Laune enorm.

An der Handschrift erkenne ich gleich den Stiefpapa. Ich öffne das Päckchen, und obenauf liegt „Das unverzichtbare Sauerkraut für die Geldbörse“ ™Stiefpapa. Seht mich jubilieren! Ich freue mich sehr, denn damit ist sichergestellt, dass mir auch im Jahr 2016 niemals das Geld ausgehen wird, wenn ich das Päckchen in meinem Portmonee unterbringe. In dem Päckchen befindet sich etwas getrocknetes Sauerkraut (von dem, welches zum Jahreswechsel zubereitet wurde) , und ein Cent-Stück. Womit es sich also schon nicht mehr um Aberglauben handelt.

Was mich zudem sehr freut, ist die zuverlässige Produktion und Lieferung auch in diesem Jahr. Jedes Jahr macht mein Stiefpapa zu Jahreswechsel Sauerkraut, was tatsächlich, wenn man Sauerkraut mag, doch sinnvoll ist, weil es gesund und günstig ist. Und jedes Jahr wird dann etwas von diesem zubereiten Sauerkraut unter magischen Bedingungen abgezogen und getrocknet, und wenn es getrocknet ist, um ein Cent-Stück gewickelt und verpackt. Dann bekommt jeder ein solches Päckchen für die Geldbörse. Das Cent-Stück des vorigen Jahres packe ich natürlich aus, es sieht dann ziemlich oxidiert aus, und gebe es bei nächster Gelegenheit aus.

♥ Danke!

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Sauerkraut 2015 links – Sauerkraut 2016 rechts

(Das wurde aber auch Zeit, schau mal wie das alte Päckchen schon aussieht.)

Unter dem Umschlag verborgen, befinden sich noch weitere Schätze der Taunus-Produktionswelt. Die gestrickten und dann gefilzten Hausschuhe erfreuen mein Herz (und meine Füße) und zwar wirklich sehr, denn die letzten haben zwar lange gehalten, aber haben nun zuviele große Löcher. Die Freundin der Mutter hat diese im Auftrag gefertigt, erfahre ich. Oh wie wunderbar. Aber die werde erst Ostern angezogen. Großartig, so ein Osterpäckchen.

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Mittwoch, 30. Dezember – Rückfahrt nach Berlin

  • morgens sehr zeitiges Aufstehen und Verabschiedung  – ich steige in den Zug nach Berlin. Dort ein halber Alptraum: mein reservierter Sitzplatz befindet sich in einem Abteil, in dem mehrere Flaschen geöffneten Sekts stehen und und getrunken werden. Ein anderer Platz ist nicht mehr frei – der Zug ist überfüllt. Dazu wird Musik gespielt, die mir gefällt. Dennoch halbwegs nettes Gespräch mit den jungen Schweizern. Die Reisezeit vertreibe ich mir unter anderem mit Telefonaten und Grüßen zum Jahreswechsel.
  • In Berlin werde ich abgeholt, wir fahren bis zum Hackeschen Markt, ich mache eine Besorgung, dann trinken wir cafehaltige heiße Milchgetränke zu horrenden Preisen in einer Tourifalle und verabschieden uns wieder.
  • zurück zu Hause freue ich mich, dort zu sein, kaufe noch etwas ein und räume herum.

 

Dienstag, 29. Dezember 2015 – Wanderung Seitzenhahn- Bad Schwalbach

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Original Waldfarben: Grünes Baumstein-Paar mit Lila Laub

Wanderung nach Bad Schwalbach und retour

vor unserer Wanderung haben wir mit dem gestern gebackenen „Rosinenbrot nach Bäcker Süpke“ gefrühstückt. Das Brot habe ich jetzt bereits zum zweiten Mal gebacken und bin begeistert, das ist soo lecker und dabei einfach zuzubereiten. Was ich super finde, ist, dass es nicht so stark nach Hefe schmeckt. Ein Novum für mich bei Hefeteigen. So brechen wir also gut gestärkt auf – im Vorfeld habe ich mich schon sehr gefreut, in dieser Gegend einfach raus zu gehen – man ist dann nämlich direkt im Grünen bzw. im Wald. Der Opa gab uns noch eine Wanderkarte mit, sehr gut.

Die Strecke: Seitzenhahn – Bad Schwalbach und zurück, ~13 km. Gemessen mit Langstrecken.de

Seitzenhahn-BSchwalbach

Da wir so spät mit dem Frühstück gestartet haben, war es bereits 12:00 Uhr, als wie das Haus verließen. Die Sonne strahlte und der Himmel war blau, überraschend strahlend für einen einen 29. Dezember. Tatsächlich war es einigermaßen kühl, und an den Stellen, an denen keine Sonne hinkam, war den ganzen Tag über Rauhreif zu sehen, die Stellen blieben weißlich.  Wir wanderten zunächst durch den Wald mit zauberschönen Moosen und in herrlicher Stille. Der Weg verläuft fast parallel zur Aar, der ehemaligen Aartalbahn und später einer Bundesstraße.  Sehr zu schätzen wusste ich, dass an dem Weg kleine interessant gestaltete „Wissenstafeln“ angebracht wurden. Da wurden beispielsweise Informationen zur Seitzenhahner Hammer oder den Köhlern im Taunus gegeben. Ich bin schwer begeistert von Menschen, die Informationen und Wissen zu erhalten suchen und zugänglich zu machen, oder wie es auf der Webseite heißt: „Geschichte sichtbar machen„. (Hab ich gesucht, bis ich den Link gefunden habe..).

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Mooswelten

Später, hinter Heidenrod, verlief der Weg zwischen Feldern nach Bad Schwalbach. Durch Bad Schwalbach sind wir einmal durchspaziert, es war sehr ruhig. Die Straßen-Szenerie, wer wie auf der Straße zu sehen war und wer nicht, gaben uns Anlass zu soziologischen und politischen Diskussionen. Die wir wie meist mit positiver Conclusio beschlossen, um bei Laune zu bleiben. Bis zum „Schwälbchen“ sind wir gegangen dann, dem „Aartal-Radweg“ gefolgt, in dem Glauben, dass wir dem Weg auch zu Fuß folgen können.

Rückweg über Stock und Stein

Auf dem Rückweg von Bad Schwalbach sind wir Western-like den Bahnschienen gefolgt, da kein anderer gangbarer Weg zur Verfügung stand.

Der Fahrradweg „Aartal-Route“ mündete ebenso wie die Google-Maps Routenführung für Fußgänger auf eine Schnellstraße ohne Seitenstreifen. Die Aartalbahn wird nicht befahren, wie ich sicher wusste. Der Weg wurde dann aber auch mal schwierig, als er mit gefällten Bäumen belegt und fast unpassierbar wurde. Egal, Abenteuer – und Sicherheit, dass die Gleise wirklich nicht befahren werden.

Das linke Foto zeigt den Blick nach vorn, das rechte Foto den Blick zurück. Zitat meiner Mutter beim Betrachten der Fotos: „Eure Spur der Verwüstung, ne?“

 

 

Montag, 28. Dezember 2015 – Zum Supermarkt und zurück

Ausflug!

.. naja.. in die Nachbarortschaft zum großen Einkaufsmarkt – jetzt ein REWE vormals ein Toom. Danach mit dem Kind zu Fuß zurück, knappe 4 Kilometer. Wieder glänzte das Wetter mit umwerfenden Sonnenschein.

Zurück zu Hause folgte gemütliches Fotos sortieren, während ich vom herzliebsten Kind vorgelesen bekomme:

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Dann Essen vorbereiten und das Rosinenbrot nach Bäcker Süpke (via Deichrunners Küche) das Frühstück des nächstfolgenden Tages backen.

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Sonntag, 27. Dezember 2015 – Fahrt nach Taunusstein

Fahrt mit der Bahn nach Wiesbaden über Frankfurt – das beste Kind war schon da, wir wurden mit dem Auto abgeholt.

Ab Dorf dann ein Spaziergang mit Osterhasen, zurück gab es Kuchen, Plätzchen und Geschenke.

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Am Abend Pyjamaparty mit Loriot-Filmen (aus der kompletten Fernsehedition). Spannend auch der Blick auf die (West-) Endsiebziger – , sowohl in den Bildern und der Atmosphäre wie auch gesellschaftlich (Jodeldiplom..)