Freitag, 29. Januar 2016 – Neue Backformen aus Emaille

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Meine Entscheidung für neue Backformen ist gefallen: es sollte eine neue Gugelhupfform aus Emaille werden. Nachdem ich eine Zeitlang nach Aluminium-Backformen Ausschau gehalten habe, weil ich bei einigen Bäckerinnen von deren hervorragenden Backeigenschaften gelesen hatte – das Material gibt die Hitze sofort weiter, bleibt selber kühl, es haftet nichts, bin ich nun doch etwas misstrauisch dem Grundmaterial gegenüber geworden.

Zwar konnte ich nirgends Belege dafür finden, dass gesundheitsschädliche Teilchen in die Backwaren übergehen, habe aber auch keine Aussagen gefunden, die das Gegenteil belegen. Daher daher dachte ich – wozu ein Risiko eingehen?

Über Emaille-Backformen habe ich viel Gutes gelesen, viele positive Rezensionen und habe mich daher für eine Emaille-Backform entschieden. Das Material hat viele gute Back-Eigenschaften und ist schnitt- und kratzfest. Hah, und die Form kann in die Spülmaschine! Ein überzeugendes Argument für mich.

Weil auch, wenn in ein Koch- oder Backgerätschaft nicht mit Löffel, Gabel, Messer hineingegangen werden soll, passiert das dann nachher doch immer. Und es ist schwer, sich zu vergegenwärtigen, dass man das Gerät dann nicht mehr benutzen kann, weil sich da gesundheitsschädliche Stoffe lösen, oder? Schmeißen das das wirklich immer alle Leute gleich weg? Jedenfalls möchte ich eine Backform, die auch nicht eventuell ungesunde Stoffe freigibt. Meine Wahl fiel auf eine klassische Dr. Oetkers Backform, und ich sah zufällig, dass es bei Edeka eine Treuherzen-Aktion gibt, bei der die Form statt für 35 Euro für 18 Euro verkauft wird. Bei ebay bestellte ich mir zwei ausgefüllte Treueherzen-Hefte für 2 Euro. Da gönnte ich mir gleich noch eine 26er Springform dazu. Denn auf dessen Boden darf man schneiden, das ist ein Vorteil. Denn wie oft lässt man den Kuchen auf dem unteren Blech, es wird sowieso darauf geschnitten.

Spät schauten der Hon‘ und ich uns zusammen erst die Software Ynab an, wobei ich meine ersten Erfahrungen weitergab, dann Dschungelcamp.

Donnerstag, 28. Januar – Zahnärztin

Frühstück: Joghurt mit Banane, Orangen und TK-Heidelbeeren. Milchkaffee.

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Der Tag hatte einen Haupt-Act: die Zahnärztin hat eine große defekte Amalgam-Füllung entfernt und durch eine Kunststoff-Füllung ersetzt. Der Termin fand morgens statt, die Betäubung dauert bis nachmittags gegen 16:00 Uhr, danach nehme ich noch eine Ibuprofen nach, da es ziemlich schmerzt. Das war die letzte Amalgamfüllung, die ich hatte.

Abendessen: Spinat-Schafkäse-Muffins in Mürbeteig. Ich hatte einen fertigen Mürbeteig von Henglein gekauft und ihn hierfür ausprobiert. Überraschung: der fertige Mürbeteig ist süß! Auf die Idee bin ich nicht gekommen, das hätte ich allerdings durch den Blick in die Zutaten-Liste herausfinden können. Nun denn. Empfehlen würde ich ihn auch für süße Gebäcke nicht –  der Teig war seltsam weich und nicht mürbe. 2016-01-28 18.44.38-1

Serie: Grace und Frankie Staffel 1

Netflix: Grace und Frankie Staffel 1. gestartet. Huaaa.. Interessant. Mit Jane Fonda und Lily Tomlin, die ich nicht so auf dem Schirm hatte, und die großartig ist. In der Serie werden verschiedene Themen behandelt: Homosexualität, Freundschaft, Selbstdefinition, Liebe und Leben in fortgeschritten Alter.

Es geht um die Neuausrichtung zweier Paare: die männlichen Parts offenbaren den weiblichen, dass sie sie verlassen werden und – jetzt kommt’s: miteinander ein Paar sein und heiraten wollen. Die Protagonisten sind Anfang siebzig, sind seit etwa vierzig Jahren miteinander verheiratet und die Männer haben seit bereits etwa 20 Jahren eine Liebesbeziehung miteinander.

Die beiden Frauen sind geschockt und beide trifft der Verlust sehr, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Wir sehen den Personen bei der darauf folgenden Umgestaltung ihrer Beziehungen und ihrer Leben zu, zum Teil ist es lustig, zum Teil spannend und teilweise auch traurig.

Grace und Frankie können zu Beginn nicht viel miteinander anfangen, doch erleben viele folgende Situationen gemeinsam und freunden sich an. Dabei repräsentieren sie zwei entgegengesetzte Typen: Frankie, die liebe Achtsamkeits-Ökine drückt ihre Emotionen aus, gibt Ex-Knastis Kunstunterricht gibt und kocht Bio-Yamswurzel-Gleitcreme selber. Grace achtet penibel auf ihr Äußeres und hatte eine erfolgreiche Firma, bis sie die Leitung einer ihrer Töchter weitergegeben hat – sie ist die perfektionistisch angepasste Frau, die sehr darauf achtet, dass nach außen alles gut aussieht.

Das alles sehr amerikanisch und gibt sich gerne dem einen oder anderen Klischee hin, ist aber alles in allem nicht zu klamaukig (mit Ausnahme der ersten Folge).

Wer sich die Serie anschauen möchte, dem möchte ich empfehlen, das auf keinen Fall mit den deutschen Synchronstimmen tun. Die Version ist ganz, ganz, oh Gott, ganz schlimm. Die Atmosphäre wird in ein fürchterlich hysterisch gepitchtes Theater verwandelt, während in der amerikanischen Version viel ruhiger miteinander gesprochen wird. Teilweise lassen die Übersetzungen auch lustige Formulierungen einfach aus.

In der Originalversion: sehr sehenswert! Für mich 8,5 Punkte von 10.

 

Dienstag, 26. Januar – Serie: Orange is the new black Staffel 3

Netflix: die Staffel 3 von OINTB fertig gebingewatcht. Wann gibt es die vierte Staffel? Ich will mehr! Auch die dritte Staffel war hervorragend. Jenji Kohan hat da echt eine ungewöhnliche und hervorragende Serie geschaffen. Das sind mindestens 10 von 10 Sterne.

In der dritten Staffel wird das Gefängnis privatisiert und wird nun von einem gewinnorientierten börsennotierten Unternehmen geführt. Spannend visualisiert, wie das eben so geht, wie die Vor-Ort-Geschehnisse und -Notwendigkeiten nicht nur stark gefiltert sondern teilweise einfach auch überhaupt nicht herangehen an das Management. Dort gibt es einen einfachen Arbeitsauftrag, der heißt Geld verdienen. Alles weitere wird über verschiedene Ebenen konfliktmindernd ausgefiltert. Cool zu sehen mit der Gefängnisküche – ich will die Details nicht verraten.

Ja, solche Kapitalismuskritik gefällt mir – hier wird es in der Unterhaltung erfahrbar gemacht, wie Entscheidungen entstehen. Wobei überhaupt keine plakative Kritik geäußert wird – es wird einfach angeschaut und beschrieben, was passiert.

Dabei wird deutlich, dass es nicht „die“ sind, natürlich auch, aber vor allem sind es immer einzelne Menschen, die Entscheidungen treffen. Jeder trifft jeden Tag solche Entscheidungen. Der Firmenvorstand ist dabei nicht schlimmer als der Mensch, der sich bei Lidl eine Jeans kauft. Jeder hat schlüssige Begründungen für sein Handeln. Bei jedem „geht es nicht anders“, weil die Haushaltslage nichts anderes zulässt.

Für meine Sprache ist es allerdings von Vorteil, wenn ich nicht zuviel und zulange in das Gefängnis-Geschehen eintauche – als Sprach-Chamäleon nehm´ ich das sofort an und kommentiere mehr mit „Fuck“ als üblich. 2014, als ich die ersten beiden Staffeln gesehen habe, war das ebenso. Bei der Arbeit musste ich sehr aufpassen, den Slang dort nicht weiterzugeben.

 

Montag, 25. Januar – Ein Wiedersehen und ein Elektriker

Zwei Zusammentreffen an diesem Montag, die jeweils eine Sache von vor 4 Jahren wiederaufnahmen – es gab ein Wiedersehen mit der Freundin aus Ouagadougou und der Elektriker war da.

Die Steckdose im Schlafzimmer

war nun schon seit 4 Jahren defekt. Ich habe sie einfach nicht benutzt. Als ich im Herbst das Schlafzimmer renoviert hatte, beschloss ich, den Hausverwalter um die Reparatur zu bitten. Nach einer Mail Anfang Dezember und einer Nachfrage Anfang Januar stand nun ein Elektriker vor dieser Steckdose und untersuchte diese. Dabei stellte er fest, dass diese gebrannt hatte und nun völlig verschmort war. Der Elektriker war darüber verwundert und erzählte mir, wie ungewöhlich das sei.

Dafür müsse es über eine längere Zeit einen hohen Stromverbrauch gegeben haben, wie er mit normalen Haushaltsgeräten nicht herzustellen sei. Es gäbe dafür nur eine Möglichkeit, raunte er mir zu: Drogen. Den Anbau von Marihuana. Oha..

Ich stellte mir so eine Weeds-Geschichte (von Jenji Kohan, kennt man auch durch OITNB) vor in meiner Wohnung. Also vor meinem Einzug.

Er mustert mich kurz fragend, ich glaube aber, ich sehe unschuldig genug aus und vor allem – er kennt die Serie nicht.

Wiedersehen

Ebenfalls bereits vier Jahre her war das letzte Treffen mit der früheren Freundin. Als sie die Tür geöffnet hat, haben wir uns angesehen und gefreut und uns umarmt. Wir hatten uns viel zu erzählen.

Möglicherweise bis wahrscheinlich sehen wir uns wieder.

 

 

Sonntag, 24. Januar 2016- Eat, pray, love

St._Christophorus_(Berlin-Neukölln)_Blick_zum_ChorMorgens mit Hon‘ zum Gottesdienst zu den Palotten Palottinern, dabei hörten wir eine sehr berührende Predigt Ansprache von Lissy Eichert. Im Tagesspiegel erschien im weiteren Verlauf des Tages noch ein Artikel im Tagesspiegel über die St. Christophorus Gemeinde. Daher weiß ich auch, dass es sich um eine Ansprache handelt. Foto: Bodo Kubrak (Eigenes Werk) [CC0], via Wikimedia Commons

In der Kirche ist momentan noch die Kunstinstallation „Reflexion“ von Luis Luna Matiz zu sehen, in der Spiegel in der Kirche aufhangen sind. Diese werden demnächst entfernt, ich bedaure das – sie passen hervorragend dahin, eine so schöne Installation. Es sind immer drei Spiegel nebeneinander angeordnet, auf dem mittleren Spiegel steht ein Wort. Die Spiegel können jetzt erworben werden, zu gerne hätte ich einen mittleren. Mit dem Wort „Lauschen“. Oder „Erbarmen“.  Ein Spiegel steht sowieso auf der Liste von Dingen, die ich gerne hätte. Doch ich habe mich zur Zeit entschlossen, zu sparen und jegliche Ausgaben zu vermeiden.

Während des anschließenden Spaziergangs und in einem unserer Lieblingscafes diskutieren wir unter anderem das im Gottesdienst gehörte.

Zuhause gibt es ein Omelett mit Tomaten-Lauch-Erbsen Gemüse zum mittäglichen Frühstück.

Für den Abend bereite ich Gebackene Auberginen mit Safran-Joghurt nach dem Rezept, das ich bei der Kaltmamsell gefunden habe, zu. 

Samstag 23. Januar – Kürbis-Lauch-Quiche

 

Es wurde die Kürbis-Lauch-Quiche gefertigt – und die war ausgesprochen lecker, wirklich ein empfehlenswertes Rezept. Der Tarte-Teig ist fein und knusprig und erfreulich zurückhaltend in der Menge. Die Füllung war tatsächlich klasse, machte ein schönes Mundgefühl, gab geschmacklich was her und das ohne die bekannten „Cheater“, war also dabei nicht zu fett. Für mich ein Vorteil, vor allem nach dem Essen. Der Hon‘ fand die Quiche fluffig.

Der Anschnitt sah fantastisch aus, jedoch fand der in der Spielerunde statt, da wollte ich nicht fotografieren. Hier also nur Fotos des Making of.

Zubereitung

Tarte-Teig:2016-01-23 16.13.32
  • kalte Butter reiben
  • mit restlichen Zutaten schnell zu einem Teig verkneten, der nicht warm werden soll.
  • Teig direkt in die gebutterte Form drücken (es kann hilfreich sein, den Rand extra zu formen)
  • Teig in der Form (in den Tiefkühler) kalt stellen

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ober-und Unterhitze.

Füllung:2016-01-23 16.13.51

  • Kürbis grob reiben/raspeln
  • Lauch gut putzen, in feine Ringe schneiden und in etwas Butter anschwitzen. Zum geriebenen Kürbis geben.
  • Petersilie fein hacken
  • Eier mit Creme Fraiche verrühren, salzen und pfeffern
  • Muskatnuss, Thymian, Harissa, Petersilie, Käse unterrühren
  • Mit Gemüse (soll nicht mehr heiß sein) gut vermengen

Füllung in der Form verteilen und glatt streichen.

Backen

45 Minuten bei Ober-/Unterhitze 200° C
Hier die Vorher/Nachher-Fotos mit schönem Hintergrund.

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Vorher
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Nachher

Zutaten

für eine Form mit 26cm Durchmesser

Tarte-Teig
200g Dinkelmehl
120g Butter
3 EL Weißweinessig
1 Ei
1 Pr Salz
etwas kaltes Wasser
Füllung
1 kleiner Hokkaido-Kürbis, ca. 700g
3 Stangen junger Lauch
5 EL glatte gehackte Petersilie
1 TL Thymian
Salz, Kräutersalz, Pfeffer
Muskatnuß, frisch gerieben
1 TL Harissa
200g Creme fraiche, hinzukam noch ein Rest Saurer Sahne
4 Eier
100g geriebener Emmentaler

Via

Grain de sel – Salzkorn

Credits

Kürbisraspel, Schöner Hintergrund: Hon‘.

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